Spreewald 2017 ist beendet und wir fanden es war trotz des nicht ganz perfekten Wetters ein sehr gelungenes Wochenende. Hatten viel Spaß und einige Lacher auf unserer Seite.
Zum sportlichen Teil: Gesamt etwa 1225km, 130km Gehen, 32km Joggen, 50km Walken, 389km Skaten (müssen wir steigern), 443km Radeln und 186 km Paddeln.

Gleich zwei Berichte von Sonja und Detlef

Spreewald 2017
In diesem Jahr sollte unser Osterurlaub in den Spreewald gehen. Naja, genaugenommen sind wir erst nach Ostern, am Osterdienstag (wenn es den gibt) losgefahren. Wir fahren aber nicht über 7 Stunden mit dem Wohnwagen im Schlepptau, um uns die schöne Gegend anzusehen… nein… das wäre zu einfach! Ein sehr fleißiger und ehrgeiziger Skater namens Peter B. aus H. konnte Bernd und mich tatsächlich überreden, diese lange Strecke zu fahren, um am Spreewaldmarathon auf Skates teilzunehmen.

Die Wettervorhersage versprach nicht viel Gutes…Bereits eine Woche vorher äugte ich immer wieder auf wetter.de ob nicht vielleicht doch die Regentropfen in den kleinen gezeichneten Wolken verschwinden. Fehlanzeige…
Als wir endlich ankamen, gab man uns einen Stellplatz, der weniger schlammig ist (na bravo). Mittwoch und Donnerstag während unserer Radtouren Richtung Lübbenau und Umgebung überraschten uns dann keine Regenschauer sondern immer wieder still purzelnde Schneeflocken… Positives Denken nicht vergessen – der Schnee macht die Straßen nicht so schnell nass – besser für Skater (hab ich mir so gedacht). Das konnte uns aber nicht davon abhalten die wunderbare und beeindruckende Naturlandschaft zu bestaunen. Rehe, Störche in ihren Nestern und sogar ein Wildschwein bekamen wir am helligen Tag zu sehen. An den vielen kleinen - ich nenne sie mal - Wegesrandgastronomien konnten wir uns immer wieder mit einem Heißgetränk aufwärmen.
Wir wären ja nicht der Post SV, wenn sich nicht noch mehr verrückte Skater, Radler, Walker, Paddler, Jogger (hab ich was vergessen?) bereit erklärt hatten, die Reise in den Spreewald anzutreten. Ab Donnerstag trudelten dann so nach und nach die Steinhausbewohner ein. Peter mit Sylvia, Ulli und Detlef, Gaby und Jürgen, Uta und Brigitte sowie Ulla und Dirk. Mit uns Dreien waren wir wahrhaftig mit 13 Leuten und machten die Stadt Burg und Umgebung unsicher. Gemeinsames paddeln (nie wieder im Dreier Kajak…) eine 43 km Radtour am Tag des Skatemarathons (da können nur die E-Bike Fahrer drauf kommen ;-)) und jeden Abend ein wunderbares Zusammenkommen bei leckerem Essen machten unsere Zeit zu einem großartigem Erlebnis. Die Veranstaltung bot 33 Disziplinen, die Gesamtteilnehmerzahl betrug 12.216. Da kann man sich vorstellen, was in der eigentlich ziemlich verschlafenen Stadt (oder doch eher dem Dorf) Burg los war. Dank der Voraussicht von Peter (jahrelange Spreewalderfahrung), hatten wir jeden Abend einen Tisch in verschiedenen Restaurants reserviert. Ohne Mampf kein Kampf… das war schon mal gesichert.


20170422 Spreewald4 opt Los ging es am Freitag mit dem 8 km Einzelzeitfahren. Mann war ich aufgeregt – ich wollte sogar auf diese Distanz meine Trinkflasche mitnehmen. Das wird mir wahrscheinlich auf ewig nachhängen ;-)) Noch nie so eine Strecke gefahren und dann auch noch Claudia Pechstein 3 Minuten hinter mir. Zusammen mit Peter, Brigitte und Jürgen aus „Bühr“ (der gute Moderator kannte wohl das westfälische Dehnungs „e“ nicht…) kämpften wir gegen den Wind (über das Wochenende teilweise Böen mit bis zu 100 km/h) und die Zeit. Kurz vor meinem Zieleinlauf überholte mich Frau Pechstein so locker flockig, dass ich dachte, ich stehe (grumpf… Wette verloren).
Samstag stand dann um 17:00 Uhr der Marathon an. Peter, Brigitte, Bernd, Ulla, Dirk, Jürgen, Rene und ich starteten mit den verschiedensten Bauchgefühlen. Für Ulla und Dirk war es das erste Mal, Bernd fühlte sich nicht fit und Jürgen stand in diesem Jahr noch nicht sooo oft auf der Rolle… Der starke Wind ließ uns nicht sonderlich fröhlich der Strecke entgegen sehen. Noch mal alle impfen – „Suche Dir einen Zug für den Windschatten!!“ 5-4-3-2-1 peng… und schwupp ist die Aufregung weg sobald man fährt. Ich habe zusammen mit Brigitte einen super tollen Zug mit ca. 15 Personen erwischt. Die meisten waren vom SCC Berlin. Wir sind vom Start bis ins Ziel zusammen geblieben und hatten ein tolles Rennen, dank regelmäßiger Wechsel und gutem Tempo. Die Zeit ist zwar miserabel, aber das ist egal – richtig doll Spaß gemacht hat es und wir waren alle froh, dass es trocken geblieben und niemand gestürzt ist.
Wer auch immer die Zeitplanung bei dieser Veranstaltung gemacht hat, hat nicht an die Skater gedacht. Am nächsten Morgen um 08:30 Uhr schon der Start für den Halbmarathon. Kurz vorher gab es einen ordentlichen Schauer, so dass die Straßen pladdernaß waren. Der Wind hatte natürlich auch nicht aufgehört. Na denn… Hauptsache sturzfrei durchkommen. Peter, Brigitte, Rene und ich haben dann tatsächlich den Gurkenkönig bezwungen und brauchten uns nicht mit unseren Ergebnissen verstecken. Stolz wie Oscar waren wir alle. Erschöpft und glücklich mussten wir Camper am Sonntag schon Richtung Heimat fahren.
Danke an Alle für die schöne, sportliche, gesellige Zeit – gerne wieder – und da spreche ich wohl im Namen aller.

Eure Sonja




Ja was soll man da noch viel aus der Sicht eines Nichtskaters sagen. Es war wirklich eine runde Sache. Als Sylvia, Piddy, Ulli und ich am Donnerstag nach einer recht entspannten Fahrt in Burg ankamen, ging es gleich für etwas über zwei Stunden in die Paddelboote. Piddy und Sylvie in einem Boot – Ulli und ich in einem Boot – Beide Boote zum gleichen Preis, aber unser Bott mit doppelter Streckenlänge. Mein Zugucken oder auch mein zaghaftes Eingreifen in die Paddelei konnte es nicht verhindern, dass wir die gesamte Strecke im Zickzackkurs absolvierten. Ich denke der Blick der Bisamratten, die ja Nutrias waren, hatte eh schon alles gesagt – Mitleid, pures Mitleid.
Ulli hat sich aber viel Mühe gegeben. Somit war das erste Abendessen wohl verdient, und im Nachhinein eigentlich ne Goldene Gurke wert. Wenn man bedenkt, dass Ulli und ich ohne jegliche Vorbereitung in die Geschichte gegangen sind, oh ha, ok gebe die Goldene wieder ab. Ich denke der Blick der Bisamratten, die ja Nutrias waren hatte eh schon alles gesagt – Mitleid, pures Mitleid
Gegen 17:00 trafen wir uns dann mit Brigitte und Uta in Burg in einem kleinen Cafe. Warum ich das erwähne, weil Gaby und Jürgen auch dazukommen sollten. Ja sie waren dann auch noch die letzten 10 Minuten bei uns. Es ging nich eher, Jürgen hat sich in der City von Burg im Biosphärenreservat ein wenig „vergurkt“. Jürgen, deine geographischen Kenntnisse haben uns sehr viel Freude bereitet.
Am Freitag war es sehr schön die 8Km Einzelfahrer anzufeuern und im Ziel willkommen zu heißen. Einfach eine schöne Kulisse im Biosphärenreservat Spreewald………..
Am Samstag ging es dann für die Nichtskater Sylvia, Ulli und mich per Auto mit den Rädern in das 22 Km entfernte Lübben, wo wir dann von der Schlossinsel zum 45Km Radeln aufgebrochen sind. Ulli hatte sehr schnell eine Gesichtsfarbe gleich eines Feuerwehrautos, nur etwas leuchtender. Sylvia und ich wollten auf sie warten, aber die Kämpferin wollte sich alleine durchbeißen.
Also ging es für Sylvia und mich weiter, bis ich Probleme im linken Knie bekam, und die letzten 5 Kilometer mehr zu Fuß als auf dem Rad absolviert habe. Aber geschafft. Ja, ok, weit nach Sylvia und meiner Frau. Dafür stand ich nicht über 30 Minuten am Verpflegungspunkt, um alles Angebotene durchzuprobieren und anschließend meine Freude auf das bevorstehende Abendessen zu äußern.
Aber sie brauchte ja Kraft, wo sie mich doch tatsächlich anschieben wollte…. Respekt!!!
Aber auch dieses Abendessen mit der kompletten Truppe war wieder hochverdient.
Sonntag…. Tag der Tage. Ulli und Sylvia fit wie ein Turnschuh, ich noch im Diclo-Koma, bewegen sich Ulla, Dirk und Uta zum 10 Km Walken. Wir verabschieden noch Sonja, Bernd und Simon und ich bewege mich zurück in die Unterkunft in die Waagerechte.
Da sind se wieder, die Walker sind zurück. Ulli ist stolz wie Oscar, darf sie auch, nach dieser perfekten Nichtvorbereitung ganz locker die 10 Km gewalkt. „ Du mußt Nachher mitkommen, wir wollen alle noch die 2000 Meter Laufen (hört sich besser an als 2 Km). Diclo hat alle Wiedrigkeiten beseitigt, und ich stimme zu, 2000 METER – WHOW!!! Wie gesagt, der Tag der Tage.
Am Start: „Lassen sie bitte die Läufer für die 2000 Meter nach vorne“ – aber wir wollten doch m20170422 Spreewald1 optit?! Kurz vor dem Start, die Anspannung steht besonders Piddy ins Gesicht geschrieben, hat er sich doch ein ganzes Jahr auf diesen Moment vorbereitet. Der Startcountdown läuft und da ist es auch schon passiert. 8 Unerschrockene Postsportler rennen hemmungslos über den eiskalten Asphalt und den folgenden Schotterweg die 2000 Meter richtung Ziel. Ich kann es vorweg nehmen, wir haben alle das Ziel unbeschadet erreicht. Doch auch mir wurde dann klar, warum Sonja, Bernd, Simon, Gaby und Jürgen nicht mehr mit dabei waren, es war einfach die Hölle. Ich sage nur 2000 Meter.
Und? Klar, auch an diesem Tage war das Abendessen wieder hochverdient!!!
Es gäbe bestimmt noch viele Anekdoten zu berichten, nicht zuletzt der Muskelkatergang von Ulli am Sonntagabend, der, wie Dirk es beschrieben hat, so aussah, als hätte sie Schweine gezählt……
Alles so wie Sonja es schon beschrieben hat, eine schöne sportliche, gesellige und lustige Zeit, die man immer wieder so erleben möchte.
Danke Piddy, Sylvia, Dirk, Ulla, Sonja, Bernd, Simon, Uta, Brigitte, Gaby, Jürgen und latürnich Ulli!!!

Euer Detlef
P.S. Erwähnen möchte ich noch, dass der Piddy für seinen Spreewaldeinsatz einen Freistart aus der ersten Reihe für das nächste Jahr vom Chef der Veranstaltung erhalten hat. Aber die Geschichte dazu wäre jetzt zu lang, ok, habe schon meine freche Klappe im Spiel gehabt…………
Ich freue mich jedenfalls riesig für Piddy.

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