skater10Und da rast die Zeit und alles kommt schneller als man gucken kann: Am kommenden Donnerstag startet unser Abenteuer zum „Zehnjährigen“ nach Le Mans.

Höchste Zeit, sich an die Jahre 2012, 2013 und 2014 zu erinnern.

 

Wir beginnen unseren Rückblick im Jahr 2012, wo wir zum ersten Mal ein paar Freunde aus anderen Regionen Skaterdeutschlands mitgenommen haben. 2 Teams + Supporter machten sich in diesem Jahr am letzten Mai-Wochenende auf den Weg nach Le Mans.

„Achterbahn fahren kann süchtig machen!“ schreibt Gereon Bucholz in seinem Artikel, der auch in der Skate-In veröffentlicht wurde. „Wenn man die Startrampe nicht hochgezogen wird, sondern bei den 24 Stunden von le Mans selber hoch skaten muss, ist der Genuss zunehmend mit Schmerzen verbunden.“ Der Mount Dunlop ist und bleibt ein Teufel. Ähnlich wie das Wetter, was auch in diesem Jahr alle seine Karten ausspielte: Das Rennen begann mit einem dicken Regenguss, dank Sonne und Wind konnte der sonst rutschige Asphalt aber schnell trocknen. Aufgrund des frühen Termins kühlte es nachts auf 11 °C herunter. Der dazu aufkommende Wind machte die Fahrt zu einem ständigen Suchen nach Windschatten. Am Ende wurden die Teams belohnt: das schnellste Team verpasste sich als 102. knapp die „U100“, 599 km und ein Durchschnitt von knapp 25 km/h sprechen aber für sich. Auch das 2. Team war deutlich in der ersten Hälfte, sogar fast im ersten Drittel, im Vergleich auch zu Werksteams und Nationalmannschaften platziert.

Auch in der WAZ fand sich nach dem Rennen ein Bericht.

Und ein paar Bilder findet man bereits im Bilderzusammenschnitt von Piddy:

 

 

Erneut im Mai ging es auch 2013 wieder los. Das „Wetterdilemma“ beginnt.

Man ist in Le Mans ja einiges gewöhnt. Nicht, dass ein 24 Stunden-Rennen an Extremen schon genug wäre: Vor 4 Jahren erlebten unsere Postler ein ganz „besonderes“ Event. Ankunft am Freitag im Dauerregen, der auch so schnell nicht aufhören wollte, bei der Streckenbesichtigung dann Sonne, der Sprint dann wieder im heftigen Schauer. Zum Rennbeginn um 16 Uhr ließ sich aber dann wieder die Sonne blicken. Dafür durften die 2  mitgereisten Teams mit heftigem Gegenwind kämpfen – und das auch noch bei der Auffahrt zum Dunlop-Bogen! Mit Einbruch der Dunkelheit und damit aufgehendem Vollmond kein Wind mehr. Aber nun kalt. Und wie! Frost im Mai. Zustätzlich Feuchtigkeit, die in alle Knochen kroch, Schönwetterfahrer wird man hier auf keinen Fall. In den Morgenstunden gesellte sich dann heftiger Nebel auf der Strecke dazu. Aber niemand gab auf, alle kämpften, Rundenzeiten wurden geknackt, und nach 24 Stunden gab es dann Freudentränen, und vielleicht auch ein bisschen vor Erleichterung, dass diese Herausforderung gemeistert wurde. Platz 36 und 116 von rund 500 Teams sprechen deutliche Zahlen, dazu noch das deutlich schnellste NRW-Team. Das musste gefeiert werden. Allerdings musste das Fass Bier vorab noch auf dem Grill aufgetaut werden. Ein Event wie kein zweites seiner Art.

 

 

Und irgendwie begann 2014 dann eine neue Ära. Familie kann man sich nicht aussuchen – Diese schon!

K800 20140629 162109Durch rege Kooperationen kam es dazu, dass Trainer Thorsten aus Münster sich unserer Truppe anschloss und gleich ein gesamtes eigenes Team „Post SV Buer 10 Race – Team Münster“ mitbrachte. Um sich vorab mal ein wenig zu beschnuppern trafen sich die Sportler*Innen ein Paar Wochen vor dem Rennen und absolvierten ein gemeinsames Training. Mit gutem Gefühl ging es dann Ende Juni erneut zum Circuit Bugatti. Für die 10 Sportler aus Münster eine völlig neue Erfahrung. Dabei durfte eine von Ihnen direkt in den Post SV-Dress wechseln, um einen Ausfall zu kompensieren. Am Freitag noch ein gemeinsamer Abend bei schönem Wetter auf dem Campingplatz, am Samstag dann die Streckenbesichtigungen und die ersten „Wows“ und „Oooohs“ nach der Abfahrt. Zum Sprint fing es dann an, leicht zu regnen, bis dahin noch die Hoffnung, dass dies nur ein kurzer Schauer sein könnte. Denkste! Sprach ich bei 2013 vom Wetterdilemma? Und was für eins! Jetzt legte der Regen erst richtig los, die Strecke war durchgehend nass, Übersetzen in Kurven aufgrund des Gummiabriebs kaum möglich. Auch die Abfahrt musste mit Vorsicht genossen werden, die glatte Fahrbahn trieb die Skater bei hohem Tempo nach außen und die Adduktoren wurden an die Belastungsgrenze getrieben. In der Nacht dann ein Ende des Regens – bis das Unwetter 30 Minuten später weiter sein Unwesen trieb. In der Box wurden währenddessen in Rekordtempo die Regenrollen von Skater zu Skater weitergegeben. 8 Achsen herausdrehen, Rolle raus, unter die andere Schiene, 8 Achsen wieder reindrehen. Das Boxenteam der Autorennfahrer wäre stolz auf uns gewesen. Und so wurde Runde um Runde gedreht, trotzdem strahlende Gesichter bei der Übergabe, man beißt sich durch. Und gegen Mittag ließ sich dann wirklich die Sonne blicken. 30 Minuten lang. Bis ich zum Wechsel in der Box stand, auf meine Wechselpartnerin wartete und als ob man einen Wassereimer über meinen Kopf gegeossen hätte, waren die gerade getrockneten Klamotten wieder nass. Wie es das Schicksal wollte, klarte der Himmel dann in der letzten Rennstunde nach 22 Stunden Regen doch noch endgültig auf. Und nach 24 Stunden strahlten dann alle Gesichter mit der Sonne um die Wette. So ein Event verbindet, auch weit über Le Mans hinaus.

 

 

Und heute: sagt der Wetterbericht für kommenden Samstag und Sonntag Wolken bei 22°C voraus… kein Regen, kein Frost – wir können also hoffen.

Unsere „Tour-Shirts“ wurden heute abholbereit gemeldet, die Garagen, Keller und Wohnzimmer entwickeln sich zu Materiallagern, Backöfen werden aufgeheizt und die größeren Lebensmittel-Einkäufe stehen in den nächsten Tagen an. Die Vorfreude wächst, es kribbelt, noch viel zu tun, bis wir am Donnerstag in den Bus einsteigen.

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